Kurz nach in Erscheinung treten des Cornets ca. 1825 in Paris wurde es in sogenannten ‘Quadrilles’, leichten Konzerten und Bällen überwiegend von Hornisten als virtuoses Soloinstrument eingesetzt. Erst Jean-Baptiste Arban (1825-1889) machte das Cornet zu einem Instrument der Trompeten-Familie.
Vielleicht war es auch den Kollegen von damals ein Anliegen nebst Harmonie unterstützenden sogenannten Hornquinten sowie wenigen getragenen Soli im ‘ernsten’ Konzertbetrieb, sich einen Ausgleich zu schaffen. In diesem Sinne dürfte ihnen das Cornet als verhältnismässig leicht zu spielendes, agiles und präsentes Instrument sowie dessen Einsatz in leichter, unterhaltender Musik einen willkommen Ausgleich geschaffen haben. So habe auch ich mich schon länger mit dem Cornet, der Trompete und dem Flügelhorn befasst. Das Cornet ermöglicht mir den Zugang zur technisch anspruchsvollen Brass Band Musik; Trompete und Flügelhorn einen leichteren Zugang zum Jazz und zur Volksmusik des Balkans.
Die grösste Herausforderung bleibt der Wechsel zwischen dem Horn und den Trompeteninstrumenten, insbesondere auch im Konzert. Schlüssel dazu ist für mich das Wissen um meine über die Jahre entwickelte, unempfindliche und äusserst effiziente Ansatztechnik. Der mit dem Horn erarbeitete hohe professionelle Anspruch ist dabei zentral.